Die Pyramidenspitze (1997m) im zahmen Kaiser kann auf mehreren Wegen
erstiegen werden, der schönste Weg ist aber sicher der Anstieg von Nordosten durch das
Winkelkar, in dem sich trotz der recht geringen Höhe, den ganzen Sommer durch
Firnfelder halten
können. Startpunkt ist die Aschinger Alm(967m) mit großem Parkplatz, Man erreicht sie
von Durchholzen in 30 Minuten zu Fuß, oder in 10 Minuten mit dem Auto. Von dort startet
der markierte Wanderweg zur Jofenalm. Der recht steile aber unschwierige Weg führt in 45
Minuten zur 1300m hochgelegenen, unbewirtschafteten AV-Hütte. Von dort genießt man
bereits schöne Blicke auf den Walchsee,
die
Chiemgauer Alpen und die Wendelsteinregion. Dann führt der Weg erst wieder abwärts,
verliert etwa 250Hm um dann erneut anzusteigen und die Winkelalm auf 1150m zu erreichen.
Der weitere Anstieg führt flach durch das lange, weite Winkelkar und überwindet
schließlich in steilen Kehren und mehreren, gesicherten Kletterstellen die Südostflanke
der Pyramidenspitze. Vom Gipfel dominiert der Blick auf die meist namenlosen Gipfel und
Zinner des südlichen Kaisers und natürlich der dahinter liegende wilde Kaiser. Im Westen
reicht das Auge bis zum Karwendel. Wer noch Kraft hat kann den wenige hundert Meter langen
Weg zum höchsten Punkt des zahmen Kaisers, der 2001m hohen vorderen Kesselschneid
zurücklegen, der Blick von dort ist aber nicht grandioser. Deshalb, oder aud Unkenntnis
darüber, daß die Pyramidenspitze gar nicht der höchste Gipfel ist, begnügen sich die
meisten Wanderer aber mit dem Erreichen des Gipfelkreuzes an der Pyramidenspitze. Den
Abstige geht man entweder auf dem Aufstiegsweg an, oder man wählt den langen, aber
leichten Spazierweg über den Gart und die Vorderkaiserfeldenhütte nach Kufstein. Für
den gesamten Aufstieg benötigt man etwa 3 Stunden, der Abstieg auf der gleichen Route ist
nicht sehr viel schneller zu schaffen, da vor der Jofenalm ein unangenehmer Gegenanstieg
lauert, der kurz vor Ende der Tour Geschwindigkeit und Motivation doch arg absinken
läßt.
