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Der große Möseler (3480m) ist der zweithöchste Gipfel der
Zillertaler Alpen und im Gegensatz zum König der Zillertaler, dem Hochfeiler
(3508m), aus diesem heraus auch recht einfach zu besteigen.
Der Weg startet am Ende der Schleigeisstraße auf 1800m und
führt zuerst völlig eben, aber trotzdem aussichtsreich am Schlegeisspeicher
vorbei Richtung Süden. Nach etwa 30 Minuten erreicht man den Anstieg zum
Furtschaglhaus (2300m), das nach einer knappen Stunde erreicht ist. Hier knickt
der Weg nach rechts, überquert den Furtschaglbach und führt dann über einen
Moränengrat zum Fuß des Furtschaglkees auf etwa 2700m. Ab hier sind
Gletscherausrüstung und meist auch Steigeisen erforderlich. Die Route umgeht
einige Spalten und mündet oberhalb eines Felskopfes in einer Höhe von 3050m in
den westlichen Grat des Möselers. Der Weg führt durch eine steile, rutschige
Rinne, die bei Vereisung oder Neuschnee erhebliche Probleme bereiten kann,
zuerst sehr steil, dann gemäßigter in die Höhe und betritt bei 3200m erneut
das Furtschaglkees. In einer weiten Rechtskurve weist meist eine
ausgetretene Spur den Weg zum Gipfelgrat.Vom Parkplatz bis zum Gipfel benötigt der konditionsstarke Geher etwa 4 Stunden,
jedoch ist zu berücksichtigen, daß zum Anseilen, sowie zum An- und Ablegen der
Steigeisen einige Stops obligatorisch sind. Da bei schönem Wetter der Schnee bald weich
wird und damit die Gefahr eines Spaltensturzes wächst ist ein früher Aufbrauch
unerläßlich. Die Tour ist durchaus als Tagestour geeignet, so man rechtzeitig am
Parkplatz ankommt. Als späteste Aufbruchzeit von dort sollte halb 6 Uhr morgens gelten.
Wer die Tour lieber etwas gemütlicher angeht übernachtet auf dem Furtschaglhaus und
bricht dort um 6 Uhr auf. Der Rückweg geht auf dem Gletscher trotz der gebotenen Vorsicht
rasch vonstatten, die Steilrinne im Grat jedoch ist im Abstieg u.U. wesentlich heikler
als im Aufstieg und erfordert noch einmal höchste Konzentration. Nach dem Verlassen des
Gletschers wird der Schritt dann erst wieder schneller, wenn die Hütte und damit die
wohlverdiente Rast in greifbare Nähe gerückt ist. Von der Hütte erreicht man dann in
kurzer Zeit den Talboden, bevor der restliche Weg, eben und jetzt doch eher nervtötend
zurück zum Auto führt.
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